Der Aufstieg 4.0

Innerfields realisieren in Düsseldorf das bislang größte WALLS OF VISION-Werk auf einer 400m² großen Schulwand

„Sich selbst etwas zutrauen, anderen etwas zu zutrauen, auf sein eigenes Können und auf andere zu vertrauen, liebe Besucherinnen und Besucher, sind wichtige Aspekte einer funktionierenden Gemeinschaft. Wir von der Freiherr-vom-Stein-Realschule verstehen Schule nicht nur als Ort, sondern als eine Gemeinschaft des täglichen Lebens und Lernens. Eine Gemeinschaft, an der alle beteiligt sind und sich alle beteiligen können, in der die Ideen aller genutzt und die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen gestärkt wird.“ So steht es im Schulprogramm der Freiherr-vom-Stein-Realschule Düsseldorf geschrieben – ein wunderbarer Anknüpfungspunkt für eine künstlerische Interpretation im Rahmen von WALLS OF VISION!

Als historische Grundlage wurde „Der Aufstieg“ von Ferdinand Hodler gewählt. Der Schweizer Künstler malte 1894 das Original für die Weltausstellung in Antwerpen bereits in beachtlichen Dimensionen von 7,25m Höhe und 4,35m Breite. Insgesamt zwei Werke entstanden zum Thema „Aufstieg und Absturz bei der Erstbesteigung des Matterhorns 1864“. Diese monumentale Darstellung von Triumph und Tragödie wurde später einmal als symbolische Gestaltung von Menschenschicksal überhaupt bezeichnet. (Quelle: https://www.mural.ch/index.php?kat_id=w&id2=132)

„Hand in Hand als Gemeinschaft Großartiges schaffen, aber auch Risiken im Blick behalten…“

Ein Berg bzw. das Ersteigen eines Berges wird vielfach als Symbol/Metapher für große Herausforderungen verwendet. Die Künstler von Innerfields haben daher zu Beginn ihrer Interpretation die Frage gestellt, was wohl die größte Herausforderung für Kinder und Jugendliche im Schulkontext ist. Ihre Schlussfolgerung: Die Digitalisierung bzw. Digitalität ihrer schulnahen Lebenswelt von Homeschooling, Know-how und Ausstattung im Elternhaus bis hin zu Cybermobbing. Die Erwachsenen versuchen nach Kräften zu behüten und zu beschützen (überspitzt dargestellt in Form der Helme sowie Knie und Armschoner).

Was allerdings in erster Linie hilft, ist Gemeinschaft, Zusammenhalt und Teamwork unter den Schülerinnen und Schülern selbst (symbolisiert durch die helfenden Posen aus dem Originalwerk, die vor dem Absturz bewahren). Der Berg ist teils verpixelt dargestellt als Hinweis auf die digitale Welt. Um die Identifikation der Schulgemeinschaft besonders zu fördern, wurden sechs freiwillige Schülerinnen und Schüler als Protagonist*innen der Interpretation fotografiert und in das Wandgemälde integriert.

Impressionen